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Welcher Akku hält länger?

Isidor Buchmann
Cadex Electronics Inc.
Isidor.buchmann@cadex.com

www.buchmann.ca

Edited May 2001

Was verursacht die Alterung eines Akkus — ist der Vorgang mechanisch oder chemisch?” Die Antwort lautet beides. Ein Akku ist ein Verschleißprodukt dessen Abnutzung bereits beim Verlassen des Herstellers beginnt. Ähnlich einer gespannten Feder möchte der Akku zum niedrigsten Faktor seiner Ausgangsform zurückkehren. Wie schnell die innere Uhr tickt, hängt von Faktoren wie zyklische Beanspruchung, Gebrauchstemperatur, Tiefentladung, Lademethode und Wartungsvorgängen ab. Dieser Effekt variiert mit der chemischen Zusammensetzung des einzelnen Akkus.

Einige Akkusysteme sind für hohe zyklische Beanspruchungen ausgelegt, andere für maximale Energiedichte. Leider gibt es keinen idealen und langlebigen Akku, der für alle Anwendungen eine Universallösung anbietet. Bild 1 vergleicht NiCd, NiMH und Li-Ion in Bezug auf Energiedichte, Innenwiderstand, Selbstentladung und den Zyklus-Ablauf.


Nickel-Cadmium
(NiCd)
Nickel-Metall-Hydrid (NiMH) Lithium-Ion
(Li-Ion)
Energiedichte (Wh/kg) 45-80 60-120 110-160
Innenwiderstand (mW) 100-2001 200-3001 150-2501
Selbstentladung pro Monat 20%2 30%2 10%2
Beste Zykluslebensdauer 15003 300-5004 500-10004 oder 2-3 Jahre

Bild 1: 
Charakteristiken der NiCd, NiMH und Li-Ion Akkus in Bezug auf Energiedichte, Innenwiderstand, Selbstentladung und zyklusche Lebensdauer

  1. Der Innenwiderstand eines Akkus variiert mit den Zellenwerten und der Anzahl von in Serie verbundenen Zellen
  2. Die Entladung ist innerhalb der ersten 24 Stunden am höchsten und fällt dann ab. Die Selbstentladung steigt bei erhöhter Temperatur.
  3. Der Lebenszyklus eines Akkus hängt vom Gebrauch und den regelmäßigen Wartungsvorkehrungen (Service) ab. Das Ausbleiben von periodisch durchgeführenten völligen Entladungszyklen kann die zyklische Lebensdauer um den Faktor drei verkürzen.
  4. Die zyklische Lebensdauer beruht auf der Tiefe der Entladung. Flach verlaufende Entladungen ergeben mehr Zyklen als Tiefentladungen.
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